『欺かれた女』とホモ・セクシュアリティーの問題: トーマス・マンとゲーテの「晩年の恋」

Translated title of the contribution: Die Betrogene und das Problem der Homosexualitat : "Spate Liebe" bei Thomas Mann und Goethe

Research output: Contribution to journalArticle

Abstract

Nach der Veroffentlichung seiner Tagebucher hat sich in der Thomas Mann Forschung das Problem der Homosexualitat in den Vordergrund gedrangt. Auch in der Erzahlung Die Betrogene spielen homoerotische Elemente eine wesentliche Rolle. Ohne die "spate Liebe" Thomas Manns zu einem Franz Westermeier hatten der Aufsatz "Die Erotik Michelangelo's" und die Erzahlung Die Betrogene ein vollig anderes Gesicht. Die Hauptfigur dieser Erzahlung, Rosalie, ist m. E. gar keine weibliche Person, die einen jungen Mann liebt, sondern die Inkarnation Thomas Manns selbst, der die Krise homoerotischer Spatliebe durchlebt und diese Verliebtheit durch karikaturistische Fiktionierung zu uberwinden sucht. Die durch den Liebesbetrug gewonnene Verjungung bezeichnet Thomas Mann als eine Gnade, die hier jedoch nicht im theologischen Sinne gebraucht wird, sondern die sakularisierte Gegenliebe meint, wahrend Goethe seine "spate Liebe" durch das Streben nach Frommigkeit resignierend uberwinden konnte.
Translated title of the contributionDie Betrogene und das Problem der Homosexualitat : "Spate Liebe" bei Thomas Mann und Goethe
Original languageJapanese
Pages (from-to)157-174
Number of pages18
Journalゲーテ年鑑
Volume34
Publication statusPublished - Oct 1 1992

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