エロスの軌跡(6) : 『考察』から「共和国論」へ : ノヴァーリスとトーマス・マン

Translated title of the contribution: Die Spur des Eros(6): Von den "Betrachtungen" zur "Republikrede" : Novalis und Thomas Mann

Research output: Contribution to journalArticle

Abstract

Die Rede „Von Deutscher Republik" von Thomas Mann, gehalten am 30. 10. 1922 in Berlin, erregte großes Aufsehen, da sich Thomas Mann, der in seinem großen Essay „Betrachtungen eines Unpolitischen" (1918) das konservative Deutschland und die Monarchie zu verteidigen schien, in seiner Rede 1922 zur Republik bekennt. Man spricht von Abkehr und Verrat Thomas Manns, aber bei genauerer Analyse der Republikrede wird erkennbar, dass sich das von Thomas Mann nicht so eindeutig behaupten lässt. Er wisse ,,von keiner Sinnesänderung", er habe vielleicht seine „Gedanken verändertLL nicht aber seinen Sinn. Das Kern, oder nach Thornas Mann, der Sinn der „BetrachtungenG bestand, mit einem Wort, in Nachdenken über „die deutsche Humanität". Thomas Mann behauptet, dass der höchste Wert, der auch in der Deutschen Republik verwirklicht werden soll, ein und dasselbe ist und bleibt, nämlich die deutsche Humanität, deswegen könne von Abkehr und Verrat keine Rede sein.Weniger wichtig scheint die Frage, ob dieses Argument sophistisch klingt oder nicht. Entscheidend ist, was Shornas Mann mit dem Wort „die deutsche Humanität" meint. Sie ist für Thomas Mann das „Dritteu, das ebenfalls „weltlich und überirdisch" ist, d. h. ,,sozial und innerlich, menschlich und aristokratisch zugleich ist und zwischen Romantizismus und Atifklärung, zwischen Mystik und Ratio" eine deutsche ,,Mitte" hält. Der Kronzeuge des Begriffes dieser deutschen „Mitteu war für Thomas Mann der Romantiker Friedrich von Hardenberg (Novalis) . In der zweiten Hälfte dieses Aufsatzes wird die Frage beantwortet, welche Rolle Novalis iri dieser Rede spielt.
Original languageJapanese
Pages (from-to)105-118
Number of pages14
Journal言語文化論究
Volume10
DOIs
Publication statusPublished - 1999

Cite this

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TY - JOUR

T1 - エロスの軌跡(6) : 『考察』から「共和国論」へ : ノヴァーリスとトーマス・マン

AU - 福元, 圭太

PY - 1999

Y1 - 1999

N2 - Die Rede „Von Deutscher Republik" von Thomas Mann, gehalten am 30. 10. 1922 in Berlin, erregte großes Aufsehen, da sich Thomas Mann, der in seinem großen Essay „Betrachtungen eines Unpolitischen" (1918) das konservative Deutschland und die Monarchie zu verteidigen schien, in seiner Rede 1922 zur Republik bekennt. Man spricht von Abkehr und Verrat Thomas Manns, aber bei genauerer Analyse der Republikrede wird erkennbar, dass sich das von Thomas Mann nicht so eindeutig behaupten lässt. Er wisse ,,von keiner Sinnesänderung", er habe vielleicht seine „Gedanken verändertLL nicht aber seinen Sinn. Das Kern, oder nach Thornas Mann, der Sinn der „BetrachtungenG bestand, mit einem Wort, in Nachdenken über „die deutsche Humanität". Thomas Mann behauptet, dass der höchste Wert, der auch in der Deutschen Republik verwirklicht werden soll, ein und dasselbe ist und bleibt, nämlich die deutsche Humanität, deswegen könne von Abkehr und Verrat keine Rede sein.Weniger wichtig scheint die Frage, ob dieses Argument sophistisch klingt oder nicht. Entscheidend ist, was Shornas Mann mit dem Wort „die deutsche Humanität" meint. Sie ist für Thomas Mann das „Dritteu, das ebenfalls „weltlich und überirdisch" ist, d. h. ,,sozial und innerlich, menschlich und aristokratisch zugleich ist und zwischen Romantizismus und Atifklärung, zwischen Mystik und Ratio" eine deutsche ,,Mitte" hält. Der Kronzeuge des Begriffes dieser deutschen „Mitteu war für Thomas Mann der Romantiker Friedrich von Hardenberg (Novalis) . In der zweiten Hälfte dieses Aufsatzes wird die Frage beantwortet, welche Rolle Novalis iri dieser Rede spielt.

AB - Die Rede „Von Deutscher Republik" von Thomas Mann, gehalten am 30. 10. 1922 in Berlin, erregte großes Aufsehen, da sich Thomas Mann, der in seinem großen Essay „Betrachtungen eines Unpolitischen" (1918) das konservative Deutschland und die Monarchie zu verteidigen schien, in seiner Rede 1922 zur Republik bekennt. Man spricht von Abkehr und Verrat Thomas Manns, aber bei genauerer Analyse der Republikrede wird erkennbar, dass sich das von Thomas Mann nicht so eindeutig behaupten lässt. Er wisse ,,von keiner Sinnesänderung", er habe vielleicht seine „Gedanken verändertLL nicht aber seinen Sinn. Das Kern, oder nach Thornas Mann, der Sinn der „BetrachtungenG bestand, mit einem Wort, in Nachdenken über „die deutsche Humanität". Thomas Mann behauptet, dass der höchste Wert, der auch in der Deutschen Republik verwirklicht werden soll, ein und dasselbe ist und bleibt, nämlich die deutsche Humanität, deswegen könne von Abkehr und Verrat keine Rede sein.Weniger wichtig scheint die Frage, ob dieses Argument sophistisch klingt oder nicht. Entscheidend ist, was Shornas Mann mit dem Wort „die deutsche Humanität" meint. Sie ist für Thomas Mann das „Dritteu, das ebenfalls „weltlich und überirdisch" ist, d. h. ,,sozial und innerlich, menschlich und aristokratisch zugleich ist und zwischen Romantizismus und Atifklärung, zwischen Mystik und Ratio" eine deutsche ,,Mitte" hält. Der Kronzeuge des Begriffes dieser deutschen „Mitteu war für Thomas Mann der Romantiker Friedrich von Hardenberg (Novalis) . In der zweiten Hälfte dieses Aufsatzes wird die Frage beantwortet, welche Rolle Novalis iri dieser Rede spielt.

U2 - 10.15017/5474

DO - 10.15017/5474

M3 - 記事

VL - 10

SP - 105

EP - 118

JO - 言語文化論究

JF - 言語文化論究

SN - 1341-0032

ER -